Bild: DYWIDAG-Systems International GmbH NL Contec.

Was versteht man unter einer "Dehnfuge"?

Eine Dehnungsfuge wird vom Statiker vorgegeben, und ist Teil eines statischen Konzeptes.

Kennzeichnend ist ein vorhandener Fugenspalt, i.d. R. 20 – 30 mm, der mit einer Fugeneinlage zwischen zwei getrennt abgeschalten Bauteilen versehen wird.

Die Anordnung einer Dehnungsfuge ist ein Mittel, um Setzungen aus dem Baugelände oder Längenänderungen eines Baukörpers im Fugenspalt aufzunehmen und so Schäden an der Konstruktion zu vermeiden.

Abdichtungstechnisch erfordert eine Dehnungsfuge höchste Sorgfalt und konkrete Angaben.

Zwingend muß eine Dehnungsfuge mit elastischem Material abgedichtet werden.

Hierfür stehen in Bauteilmitte oder an Bauteilaussenkante anzuordnende Fugenbandprofile mit Dehnschlauch zur Verfügung.

Der Dehnschlauch ist in Fugenmitte angeordnet und kann – je nach gewähltem Fugenbandprofil  -Setzung, Dehnung, Stauchung und Scherung zweier aneinander grenzender Bauteile schadlos aufnehmen.

Je nach Einsatzfall und objektspezifischen Randbedingungen stehen verschiedene genormte Materialqualitäten und Abmessungen zur Verfügung.

Maßgeblich für die Auswahl sind die statischen Vorgaben, der anstehende Wasserdruck und die Einbausituation.

Für die Auswahl bzw. Dimensionierung der geeigneten baukörperspezifischen Profile steht die

 DIN 18 197 „Verwendungsregeln für Fugenbänder“ zur Verfügung.  Darin finden sich auch

zahlreiche zum korrekten Einbau notwendige praktische Hinweise.

Dies ist ein Beitrag von Dipl.-Ing. Michaela Stodt-Wetzel, die gerne Fragen rund um die Abdichtung von Betonbauwerken beantwortet.

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